Bis Nov. 1974 entspricht der J54 „kurzer Radstand mit 2030 mm“ zwar mit etlichen Veränderungen, doch weitgehend dem Willys CJ3 B. Danach sind umfangreiche Weiterentwicklungen in die Produktion eingeflossen. Die folgende Bilderserie soll dies verdeutlichen.
Die Darstellungen sind nicht als vollständige und verbindliche Informationen zu verstehen. Alle Angaben ohne Gewähr.
- Instrumententafel
Die Anzeigeinstrumente sind auf einer demontierbaren Tafel untergebracht.
2. Heizung
Über der Getriebeabdeckung sitzt der kleine Wärmetauscher in einem Blechgehäuse.
Neben der Beheizung der Frontscheibe sind zwei Öffnungen für den Fußraum vorhanden und über einen Seilzug steuerbar.
3. Motorraum
Im Vergleich zum Willys CJ3B fallen die „in Reihe geschalteten“ zwei 12 Volt Batterien ins Auge. Der Trocken-Luftfilter besitzt einen Papiereinsatz.
4. Lenkgetriebe und Übertragungsteile
Das Lenkgetriebe ab Bj. 1975 ist eine Mitsubishi Entwicklung und deutlich größer dimensioniert als beim Ur-Modell, welches dem Willys entsprach.
Die Lenkkräfte werden über 2 Schubstangen und den außen am Längsträger angeflanschten Umlenkhebel auf die einteilige, lange Spurstange übertragen. Diese technische Änderung reduziert das Eigenlenkverhalten sowie auch die Veränderungen des Vor- bzw. Nachspurwinkels beim Ein- & Ausfedern. (s. Bild 2)
5. Federbock
Ab 1975 wurde auch die Achsführung deutlich verändert. Die Federspur der Hinterachse wurde durch außen an den Längsträgern positionierte Konsolen für die Aufnahme der Blattfeder verbreitert. Die dem Willys eigene Federbolzenlagerung über metallische und wartungsbedürftige Büchsen/ Bolzen wurde durch Bolzen in Gummilagern ersetzt.
Die Anzahl der Federblätter wurde reduziert und die Federblätter vorn und hinten verbreitert.
6. Getriebe
Das Schaltgetriebe wurde auf 4 synchronisierte Vorwärtsgänge erweitert, jedoch äußerlich kaum verändert.
7. Nebenantrieb
Für die Frontseilwinde wurde ein Nebenabtrieb mit Hals an das Verteilergetriebe geflanscht.
Von hier erfolgt der Windenantrieb nach vorn.
8. Seilwinde elektrisch & mechanisch
Die serienmäßige Seilwinde erscheint auf den ersten Blick reichlich überdimensioniert für das kleine Fahrzeug und erzeugt über das Schneckengetriebe sehr hohe Zugkräfte. Über eine handbetätigte Klauenkupplung kann die Trommel zum Abrollen des Seils entkoppelt werden.
Die elektrisch betriebene 24 Volt Winde aus dem Zubehörhandel hat eine Zugkraft von 13000 lb.
9. Anhängerkupplung
Vorgesehen für die militärisch übliche Ringöse.
10. Einspritzpumpe
Die Reiheneinspritzpumpe (Nippondenso) erinnert äusserlich von Ihrer Bauart an die bewährten Bosch Aggregate damaliger Zeit und sieht sehr ähnlich aus. Auch die Förderpumpe mit zusätzlicher Handpumpe ist wie bei Bosch seitlich angeflanscht.
11. Veränderungen am Rückspiegelhalter
Die Außenspiegel trohnten serienmäßig auf langen Ständern vorn auf dem Kotflügel. Optisch wirkte das nicht gerade smart. Aber auch im Gelände störend.
Die abgebildete Alternativlösung, befestigt am Rahmen der Frontscheibe, kann mit wenigen Handgriffen bei abgeklappter Frontscheibe flexibel eingestellt oder auch eingeklappt werden. Der Spiegel selbst bleibt der Originale.
12. Edelstahlauspuffanlage
Eigenanfertigung der Auspuffanlage in Edelstahl mit integriertem Flexrohr zur Schwingungs-Entkopplung (nicht Serie).
13. Notsitze
2 Notsitze auf den hinteren Radkästen serienmäßig.
14. Freilauf-Nabenkupplung
Vermutlich war die abgebildete Freilaufkupplung für die Vorderräder als Sonderausstattung lieferbar.
15. Verdeck geschlossen mit Türen
16. Unterflurwanne
Als Sonderausstattung war eine vom Kühlergrill bis weit nach hinten geführte solide Unterflurwanne optional lieferbar, die am Untergurt der Längsträger verschraubt wird.